Was war das Geheimnis von Nikola Tesla und seinen Erfindungen?

Er ist einer der wenigen Menschen in der gesamten Geschichte, der unsere Geselschaft zu einem der größten technischen Fortschritte führte.

Es gibt viele Sagen und Mythen über Nikola Tesla.

Doch wie kam er auf all die Erfindungen und was war wirklich sein Geheimnis?

In diesem Beitrag gehen wir dem Geheimnis seines Erfolgs auf die Spur und fassen am Ende zusammen, wie du seine Erfahrungen für dein Leben nutzen kannst.

Letztes Jahr reiste ich im November zu den Bosnischen Pyramiden, über die ich vor ein paar Monaten berichtete. Hier kannst du den Beitrag dazu lesen: https://www.konstantinpeterson.de/blog/bosnische-pyramide/

Danach setzte ich meine Reise nach Serbien fort.

Belgrad, ist die Hauptstadt von Serbien, in der das Museum von Nikola Tesla steht. Und so kam es dazu, dass ich vor diesem alten Haus stand.

Es ist ein unscheinbares Gebäude mitten in der Großstadt mit über 1 Millionen Einwohnern.

Damals gehörte der Ort, in dem Nikola Tesla geboren wurde (*1856), zum Kaisertum Österreich (1804-1867), so kam es, dass er in Österreich studierte. Insgesamt sprach er 8 Sprachen fließend. 

War Nikola Tesla ein Kind reicher Eltern? Hatte er Erfinder in seiner Familie? Oder hatte er die Erfindungen aus der geistigen Welt empfangen, zum Beispiel über seine Träume?

Sicher kennst du die ein oder andere geheimnisvolle Geschichte über ihn.

Doch wie war es wirklich?“ fragte ich mich…

Um dem Mythos auf die Spur zu kommen, stehe ich an einem Dienstag Abend, den 28. November 2023 um 16:00 Uhr vor dem Nikola Tesla Museum in Belgrad, trete durch das geöffnete Tor auf der rechten Seite und gehe bei 8 Grad Celsius die Treppe hinauf, ins Nikola Tesla Museum.

An diesem Abend erlebte ich eine unglaubliche Reise aus dem Leben von Nikola Tesla. Sah mir sein Privatleben an, entdeckte seine Visionen, bestaunte seine Erfindungen und fand Herausforderungen und Ängste, denen er sich zu Lebzeit stellen musste.

Doch bevor wir uns auf die Reise zu Nikola Tesla aufbrechen, lass uns erstmal zurück blicken, wie lange die Idee der Elektrizität existiert, damit wir die Entwicklung von Tesla besser verstehen können…

Elektrizität wurde seit über 2.574 Jahren entdeckt. Ca. 550 v. Chr. entdeckte der griechische Mathematiker und Philosoph Thales von Milet die elektrische Ladung von Teilchen. Beim Reiben von Bernstein stellte er fest, dass er so kleine Teilchen anziehen kann. Nachdem er einen Bernstein an einem trockenen Tierfell rieb, blieben Stroh und kleine Federn daran hängen. Zwar konnte er dieses Phänomen nicht erklären, gilt seitdem aber als der Entdecker der Elektrizität. Diese Entdeckung gab auch dem Elektron (negativ geladenes Elementarteilchen) seinen Namen: Es wurde 1874 nach dem altgriechischen Wort für Bernstein élektron (ἤλεκτρον) benannt.

2.222 Jahre später, im Jahr 1672 erfand der deutsche Physiker Otto von Guericke eine Maschine, die elektrische Ladungen erzeugen kann. Diesen ersten Generator nannte er selbst Elektrisiermaschine.

250 Jahre vor Nikola Tesla, im 16ten Jahrhundert, gab es also bereits die ersten Wissenschaftlichen Versuche mit Elektrizität.

Auf dieser Tafel ist die historische Dokumentation über die Versuche, Elektrizität nutzbar zu machen.

Anstatt etwas Neues zu erfinden, nutzte Nikola Tesla im Jahr 1888 bereits eine 216 Jahre alte Idee der Elektrizität, um daraus etwas Neues zu kreieren.

Nikola Tesla studierte an verschiedenen Akademien in Europa, wie in Österreich, dann Prag und wurde zum Erfinder und Elektroingenieur.

Nach seinem Studium begegnete der junge Erfinder seiner ersten Krise. Er hatte nicht genug Geld für seine Erfindungen und musste mit Entsetzen feststellen, dass europäische Unternehmer sich sehr schwer für neue Technologien begeistern. In diesem Moment stockte seine Karriere und er sah sich vor einer existenziellen Bedrohung als Erfinder.

Stell dir vor, du bist auf dieser Erde inkarniert, um das Leben auf der Erde zu revolutionieren. Aber dann fehlt dir das Geld für den nächsten Schritt?

Wie viele Menschen geben auf, weil sie gerade nicht genug Geld für ihre Idee haben? Oder rechtfertigen ihre Ohnmacht mit „dann soll es so nicht sein…„?

Stell dir Nikola Tesla hätte damals gesagt: „Dann soll es wohl so nicht sein?“

Wie viele geniale Erfindungen, Visionen oder Ideen überleben nicht diese erste Hürde?

Doch was hat der geniale Erfinder gemacht, als er spürte, er kann seinen Auftrag nicht erfüllen?

Bei so einem großen Auftrag kommt das Aufgeben definitiv nicht in Frage. 

Er machte sich auf den Weg… 

Er fand heraus, dass Unternehmer in Amerika in neue Technologien investieren und Risikofreudiger sind.

Was meinst du? Hatten ihn damals seine Freunde abgeraten, nach Amerika zu reisen? Hat man ihn gefragt, „wie soll er sich in einem anderen Land etablieren“? Sicher musste er viele dieser gut gemeinten Ratschläge anhören.

Letztlich packte Nikola seine Sachen, ließ alles los, was er in Europa angesammelt hatte. Er ließ auch die gut gemeinten Ratschläge seiner Freunde zurück und trat die Reise seines Lebens an, mit einem Koffer und einem Herz voller Visionen.

1884 begab sich Nikola Tesla ohne finanzielle Mittel nach New York und landete 2 Tage später als Angestellter bei Thomas Edison.

Offiziell kennt jeder Thomas Edison als den Erfinder der Glühlampe. Doch es gibt noch eine andere Geschichte, dass der deutsche Erfinder Heinrich Göbel aus Hannover im Jahr 1854 die erste Glühlanpe erfand, nur nicht patentierte.

Mit der Zeit führte die Anstellung bei Thomas Edison zu etlichen Probleme und da stand Nikola Tesla wieder vor einer schwierigen Entscheidung, die sein Leben komplett verändern sollte.

Nikola Tesla wollte an neuen Erfindungen arbeiten, aber Thomas Edison hielt seine Ideen nicht für ernst.

Also musste Nikola Tesla eine Entscheidung treffen.

Lässt Nikola Tesla sich von Thomas Edison, seinem Arbeitgeber seinen Geist unterdrücken und lebt komfortabel weiter. Oder wagt er einen riskanten Schritt und kündigt diese begehrte Position?

Ich meine, wer würde damals nicht gerne für Thomas Edison arbeiten (oder heute für Google, Elon Musk oder Apple?)

Würdest du einen sicheren Job, der dir genug Einnahmen einbringt aufgeben, weil du deinem Ruf folgen möchtest?

 

Was sind die Unterschiede zwischen Thomas Edison und Nikola Tesla?

Thomas Edison hatte nur wenige Monate Schulunterricht erhalten und wurde dann zu Hause von seiner Mutter unterrichtet. Daher hatte er nie einen akademischen Abschluss. Er war mehr ein Unternehmer als ein Erfinder. 

Er war dennoch ein genialer Mann und reichte 1.093 Patente ein. Wobei er als Unternehmer viele Patente auch mit anderen Erfindern zusammen einreichte.

Nikola Tesla studierte an Akademien und war ein Erfinder und Elektroingenieur. 

 

Er hatte viele Visionen unter anderem arbeitete an der Freien Energie und kabelloser Elektrizität.

 

Er war kein Unternehmern, sondern lebte für die Forschung. 

So kreierte Nikola Tesla immer neue Erfindungen, während Thomas Edison seine Ideen nicht unterstützte.

Daraufhin kündigte Nikola Tesla, bei Thomas Edison und machte sich mehrere Monate später selbstständig.

Im Jahr 1888 erfand Nikola Tesla den Induktionsmotor basierend auf dem Wechselstrom, der dieser Welt einen großen Fortschritt gab.

Die Spule erzeugt durch Elektrizität ein elektromagnetisches Feld, das den Motor zum Rotieren bringt. 

Doch was bedeutet Wechselstrom und Induktionsmotor für unseren Alltag?

Stell dir vor, all deine Haushaltsgeräte, wie Waschmaschine, Kühlschrank, Küchenmaschine, Waffeleisen, Föhn und viele weitere würden heute nicht da sein…

All diese Geräte funktionieren mit Wechselstrom und dem Induktionsmotor. 

Das Industriezeitalter begann 1760 mit der Herstellung der Baumwolle und erreichte 120 Jahre später, dank der technischen Erfindungen, wie diesen Motor und andere Erfindungen, eine exponentiellen Fortschritt.

Wäre vor 136 Jahren der Induktionsmotor mit Hilfe des Wechselstroms nie erfunden werden, würden wir heute sicher ein anderes Leben führen.

In den darauffolgenden Jahre reichte Nikola Tesla insgesamt über 280 Patente ein. 

Thomas Edison arbeitete damals noch mit Gleichstrom, wogegen Nikola Tesla mit Wechselstrom arbeitete.

Als Thomas Edison in Nikola Tesla eine Bedrohung für sein Unternehmen sah, erzählte er, dass Wechselstrom eine Gefahr für die Menschen ist, um seinen Opponenten aus dem Weg zu räumen.

Es begann der Krieg um Elektrizität.

Die größte Vision von Nikola Tesla war die freie Energie. Eine Möglichkeit, Energie aus der Umgebung zu beziehen und sie kostenfrei für alle Menschen verfügbar zu machen

Auf dem Weg zur freien Energie arbeitete er daran, Elektrizität kabellos über viele Kilometer Entfernung zu übertragen.

Hier ist die spektakuläre Teslaspule. 

Der Tesla-Transformator oder auch Teslaspule wandelt Strom von niedriger Spannung auf Hochspannung um. Im Zentrum dreht sich ein Magnet und erzeugt so in den außen angebrachten Spulen Strom.

Ein Beispiel, dass Strom über die Luft übertragen werden kann, sind Experimente, wie geringe Mengen an elektrischer Ladung an eine menschliche Hand übertragen wird.

Was kannst du aus dieser Erfahrung von Nikola Tesla und Thomas Edison lernen? 

– Du musst nicht etwas neu erfinden. Möglicherweise können die vorhandenen alten Dinge einen größeren Fortschritt bringen, als etwas Neues zu erfinden. So griff auch Nikola Tesla auf die Idee der Elektrizität zurück, die über 200 Jahre wissenschaftlich existierte.

– Es ist wichtig, deine Visionen zu realisieren. Hätte Nikola Tesla damals an sich gezweifelt und wäre er seiner Berufung nicht gefolgt, hätten wir heute vielleicht nicht diesen technischen Fortschritt erreicht.

– Wenn deine Vision oder deine Gabe nicht genug Unterstützung findet, oder du nicht genug Geld dafür hast, dann gib nicht einfach auf. Mache dich auf den Weg nach einem anderen Markt, bei dem die Menschen viel offener für deine Arbeit sind. Wäre Nikola Tesla nie nach Amerika gegangen und etwas riskiert, würden all diese Erfindungen womöglich niemals oder erst viel später erfunden werden.

– Arbeite mit anderen genialen Menschen zusammen. Im Alleingang reichte Nikola Tesla 280 Patente ein. Thomas Edison, der mit anderen Erfindern kooperierte, meldete über 1.093 Patente an. Das sind fast 4x so viele Erfindungen, die auch dank Kooperationen entstanden sind.

– Du brauchst keinen akademischen Abschluss, um erfolgreich zu sein und die Welt zu verändern. Thomas Edison hatte nur einige Monate Schulunterricht.

– Auch wenn dein Leben gerade komfortabel ist, du dich aber nach etwas Neuem sehnst, kann sich der Aufbruch zu etwas Neuem lohnen. Hätte Nikola Tesla den Job bei Thomas Edison nicht aufgegeben und sich selbstständig gemacht, würde der Wechselstrom heute womöglich nicht aus unseren Steckdosen fließen.